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INVVO – Informiert Verhüten in Vorarlberg

INVVO – Informiert Verhüten in Vorarlberg

Pilotprojekt zur Stärkung der Frauengesundheit
Vorarlberg als Modellregion für kostenlose Verhütungsberatung und Verhütungsmittel

Ab Herbst 2024 wird Vorarlberg Modellregion für ein Pilotprojekt des Gesundheitsministeriums.  Im Rahmen des Projektes erhalten Frauen und jugendliche Mädchen ab 14 Jahren in Vorarlberg kostenlosen Zugang zu Verhütungsberatung. Zudem sieht das Projektbudget die Kostenübernahme von Langzeit- sowie Kurzzeitverhütungsmitteln von bis 3.500 Frauen vor. Ziel des Projektes ist es, die Gesundheit von Frauen nachhaltig zu stärken und Daten für zukünftige Angebote zu erheben.

Einen wichtigen Teilbereich der Frauengesundheit macht die sexuelle und reproduktive Gesundheit aus. Diese ist von verschiedenen Faktoren abhängig – unter anderem von der sexuellen Selbstbestimmung und der individuellen Familienplanung. Eine aktuelle Verhütungsstudie des Gesundheitsministeriums verdeutlicht die Wichtigkeit von kostenfreier Verhütungsberatung und kostenfreier Verhütung für die Verbesserung der Gesundheit von Mädchen und Frauen in Österreich.

Kostenlose Verhütungsberatung und Verhütung
Aus diesem Grund startet in Vorarlberg im Herbst 2024 ein bundesweit einzigartiges Pilotprojekt, das von femail konzipiert und entwickelt wurde: Teilnehmende Frauen und Mädchen ab 14 Jahren (ab dann gelten Jugendliche als sexuell mündig) erhalten kostenfreien Zugang zu Verhütungsberatung und Verhütungsmitteln – und zwar unabhängig von ihrer finanziellen Situation.

Beratungsleistungen als wichtiger Projektbaustein
Die medizinischen und psychosozialen Beratungsleistungen sind essenzieller Bestandteil des Projektes. Denn bislang gibt es in Österreich im Bereich der sexuellen Bildung – insbesondere für Erwachsene – kaum Angebote. Auch das Angebot für Mädchen und junge Frauen ist ausbaufähig. Um selbstbestimmte Entscheidungen über ihr sexuelles und soziales Leben treffen zu können, sollten sich Frauen und Mädchen ihr Leben lang gut informiert mit Sexualität und Verhütung auseinandersetzen. Denn all diese Faktoren zahlen schlussendlich in ihre Gesundheit ein.  Das Projekt ist so konzipiert, dass die psychosozialen Beratungsleistungen selbst dann noch angeboten werden können, wenn das Budget für die Sachkosten bereits ausgeschöpft ist. Wir schaffen damit österreichweit ein einzigartiges Angebot und eine wichtige Schnittstelle zu den Fachärzt:innen.

femail Fachstelle Frauengesundheit als zentrale Anlaufstelle
Angeboten wird die psychosoziale Verhütungsberatung von der femail Fachstelle Frauengesundheit.

Projektpartner und Zuständigkeitsbereiche
Für die gesamte administrative und kaufmännische Verwaltung und Abwicklung zeichnet die aks gesundheit GmbH verantwortlich. Der aks verfügt über umfangreiche Expertise im Bereich der Beschaffung und Abrechnung medizinischer Sach- und Dienstleistungen. Er ist ein wichtiger Projektpartner, ohne den das Pilotprojekt für femail in dieser Form nicht realisierbar wäre.

Projektziele
Im Rahmen des Projektbudgets haben so viele  Frauen wie möglich in Vorarlberg während des Zeitraums des Pilotprojekts – unabhängig von ihrer finanziellen Situation und anderen sozioökonomischen Faktoren – kostenfreien Zugang zu menschenrechtsbasierter Verhütungsberatung und Verhütungsmitteln.

Das Projekt liefert wichtige Daten zur Untersuchung des Verhütungsverhaltens von sexuell mündigen Mädchen und Frauen in der Pilotregion und im Projektzeitraum.

Zielgruppen
Sexuell mündige jugendliche Mädchen und Frauen die verhüten möchten. Das Projektdesign berücksichtigt besonders die intersektionale Perspektive, um erhöhte Risiken der sexuellen und reproduktiven Gesundheit von vulnerablen Teilzielgruppen auszugleichen:

  • Jugendliche Mädchen und junge Frauen
  • Armutsgefährdete oder -betroffene Frauen
  • Frauen mit einer Beeinträchtigung
  • Frauen mit keinen oder sehr schlechten Deutschkenntnissen

Das Modellprojekt setzt an den bestehenden Strukturen des Vorarlberger Sozial- und Gesundheitswesens an und fokussiert konzeptuell auf das „Normalitätsprinzip". Damit ist der Zugang niedrigschwellig und möglichst nah an dem zu beforschenden Modellszenario der kostenfreien Verhütung für alle Frauen.

 

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